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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 11. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 11. Türchen

Joghurt Mayonnaise

Max und Sebastian saßen auf der Bank hinter dem Schuppen und rieben sich die Bäuche. Heute hatte es Pommes frites zum Mittagessen gegeben. Das war ihr Leibgericht. Jetzt saßen sie voll und träge in der Mittagssonne. Ihre Pommes aßen die beiden Jungen am liebsten mit selbst gemachter Mayonnaise. Lange Zeit hatten sie darauf verzichten müssen. Man kann sich denken, warum. Nichts war vor den beiden sicher. Und so war auch die Mayonnaise eines Tages Teil eines Streiches geworden. Daraufhin hatte ihre Mutter Mayonnaise für eine ganze Weile vom Speiseplan gestrichen. Was war passiert?
 
Genau so gerne wie Max und Sebastian Pommes frites mit Mayonnaise aßen, so gerne aß ihre Mutter, Hedwig, Vanille-Joghurt. Eines Nachmittags hatten die beiden Buben eine perfide Idee. Sie nahmen einen der drei Becher Vanille-Joghurt aus dem Kühlschrank und stachen mit einer Spritze vorsichtig ein Loch in den Boden. Dann saugten sie mit der Spritze den Joghurt aus dem Becher und ließen ihn sich schmecken. Anschließend holten sie heimlich ein Glas Mayonnaise aus der Speisekammer und ersetzten den Joghurt durch die Mayonnaise. Das Loch auf der Unterseite klebten sie vorsichtig mit Klebestreifen zu. So konnte die Mayonnaise nicht auslaufen. Und der so behandelte Joghurtbecher sah im Kühlschrank genauso unauffällig aus wie die zwei anderen Becher.
Am nächsten Morgen nahm sich die Mutter wie jeden Tag einen Joghurt aus dem Kühlschrank. Meistens tat sie das ganz früh, noch im Nachthemd und bevor sie Kaffee gekocht hatte. Da genoss sie die Ruhe im Haus, lehnte sich an den Kühlschrank, löffelte genüsslich ihren Joghurt und dachte darüber nach, was heute alles zu erledigen wäre. Da Max und Sebastian den Becher, den sie heimlich mit Mayonnaise gefüllt hatten, ganz vorne hingestellt hatten, griff Hedwig diesen selbstverständlich zuerst. Sie riss den Deckel ab und tauchte den Löffel in den Joghurt. Schon während sie den Löffel in den Mund nahm, wunderte sie sich darüber, dass der Joghurt nicht nach Vanille roch, und als sie die Mayonnaise schmeckte, entfuhr ihr ein „Bäh!“ Der Geschmack war so unerwartet in dem Moment! Sie schluckte und rief sofort nach ihren beiden Jungen. Sie wusste gleich, dass diesmal sie das Opfer einer der Streiche geworden war. Max und Sebastian hatten die Szene durch das Schlüsselloch beobachtet. Jetzt nahmen sie die Beine in die Hand und Reißaus.
Beide lachten immer noch, als sie sich an die Szene erinnerten, auch wenn sie selbst deshalb lange auf Mayonnaise hatten verzichten müssen.

„Wie machen wir das wieder gut?“, fragte Sebastian. „Ich habe eine Idee“, sagte Max. „Wir schenken der Mutter ein Herz.“ „Wie das?“ „Lass mich nur machen, es wird ein tolles Herz“. Gesagt, getan. Max rannte flugs in die Küche, während Sebastian sich schon auf den Weg zum Bolzplatz machte. Er war gespannt, was sein Bruder sich ausgedacht hatte.

Am nächsten Morgen kam Sebastian verschlafen in die Küche. Seine Mutter stand am Kühlschrank. Ihre Hand griff nach einem Becher Joghurt. Sebastian sah, dass der Deckel leicht offen stand. Auch seine Mutter sah es. Hedwig wollte schon schimpfen, als sie bemerkte, dass auf dem Joghurt ein Herz aus Schokostreuseln lag.

Und wieder hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gezaubert.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)
Die SingLiesel-Adventsgeschichten auf YouTube - Türchen 11

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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