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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 16. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 16. Türchen

Aufräumen Murmeln

Fröstelnd saßen Max und Sebastian auf der Bank hinter dem Schuppen. Es war ein grauer und kühler Tag. Max vergrub seine Hände tief in den Hosentaschen, in denen sich immer wichtige Dinge ansammelten. Heute entdeckte er dort eine Murmel. Da fiel ihm sofort der Tag ein, an dem ihnen ihre Mutter, Hedwig, einen Streich gespielt hatte und eine Murmel hatte dabei eine wichtige Rolle gespielt.
Vielleicht hatten sie die Lust am Streichspielen ja von ihr?!

Wie so oft hatten die beiden Buben auch an jenem Tag keine Lust, ihre Zimmer aufzuräumen. Stattdessen waren sie lieber auf den Bolzplatz gegangen. Ach, Du meine Güte, dachte sich Hedwig, als sie das Chaos in den Zimmern sah. Spielzeugautos, Murmeln, Bauklötze, Stofftiere und alle möglichen anderen Spielsachen bildeten ein wildes Durcheinander. Auch Tannenzapfen, Stöcke und einen in ihrer Küche lange vermissten alten Topf fand sie. Gerade die Murmeln hatte sie die Kinder gestern geheißen aufzusammeln! "Na, wartet", entfuhr es Hedwig; kurzerhand nahm sie einen Spielzeug-Eimer, in den sie ein großes, kreisrundes Loch in den Boden schnitt. Alle Murmeln, die sie finden konnte, sammelte sie in diesen Eimer.
Stunden später kamen ihre Buben vom Bolzplatz und stürmten die Treppe hoch. Hedwig rief ihnen nach, dass es an der Zeit sei, ihr Zimmer aufzuräumen. Doch Max und Sebastian taten so, als hätten sie ihre Mutter nicht gehört. Mit einigen Nachbarskindern hatten sie neben dem Bolzplatz eine Murmelbahn in den Sand gegraben. Jetzt wollten sie sofort die Bahn testen.
Sie rannten in ihr Zimmer und nahmen den Eimer mit den Murmeln. Da passierte es. In dem Moment, in dem Max den Eimer anhob, kullerten die Murmeln durch das ganze Zimmer. Kein Wunder. Der Eimer hatte ja keinen Boden mehr.
Ihre Mutter stand in der Tür und hatte die Szene beobachtet: „Da müsst ihr wohl erst aufräumen, wenn ihr jetzt die Murmeln braucht und Euch wieder davonstehlen wollt“, sagte sie grinsend. Etwas mürrisch machten sich Max und Sebastian daran, die Murmeln einzusammeln, schließlich warteten die Nachbarskinder auf sie.
Aber als sie sich heute, drei Wochen später, an diesen Streich ihrer Mutter erinnerten, mussten beide Buben lachen. Und mit dem Eimer ohne Boden hatten sie im nahegelegenen Bach, an dem sie oft stundenlang spielten und Dämme oder Kanäle bauten, noch so einiges angestellt. Inzwischen diente er als Schlafehöhle für einen Stoffbären ihrer kleinen Schwester Ida.
Auch wenn es diesmal eigentlich ihre Mutter war, die ihnen einen Streich gespielt hatte, beschlossen Max und Sebastian, heute der Mutter eine Freude zu machen. So gingen sie an diesem Nachmittag nicht nach draußen zum Spielen an den Bach, sondern sie halfen der Mutter beim Teigrühren für einen Marmorkuchen. Kurz bevor Hedwig den Kuchen in den Ofen schob, warf Max schnell die schönste der Murmeln in den noch ganz weichen Teig, so dass sie darin versank. Als die Familie später den frischgebackenen Kuchen aß, war es tatsächlich die Mutter, die die Murmel in ihrem Kuchenstück auf dem Teller fand! Alle mussten staunen und lachen über den Murmelmarmorkuchen!

Diesmal war es also der Mutter zusammen mit ihren Buben gelungen, ein Leuchten in die Adventszeit zu zaubern.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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