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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 17. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 17. Türchen

Schnuckiputzi

Auch heute saßen Max und Sebastian auf der Bank hinter dem Schuppen. In der Ferne sahen sie Herrn Huber mit dem Fahrrad vorbeifahren. Herr Huber hatte einen hochroten Kopf, was allerdings nicht auf die Anstrengung beim Radfahren zurückzuführen war. Herr Huber hatte nämlich immer einen hochroten Kopf. Max und Sebastian hatten ihn daher insgeheim „den Puter“ getauft. Herr Huber sah stets so aus, als ob er gleich explodieren würde.
Dass dies durchaus wirklich passieren konnte, hatten die beiden Buben bei einem ihrer Streiche gemerkt. Wie es dazu kam, dass Herr Huber so außer sich geriet?

An einem schönen Herbsttag hatten Max und Sebastian die Klingelschilder am Nachbarhaus vertauscht. Dies führte nicht viel später zu dem Eklat... der schöne Wilhelm wollte seine Verlobte Annemarie besuchen und drückte die falsche Klingel; der Ärmste konnte ja nicht wissen, dass zwei Lausbuben die Schilder vertauscht hatten! Es klingelte also nicht bei Fräulein Annemarie Kramer, sondern in der Wohnung von Herrn Huber und seiner Frau. In der ganzen Nachbarschaft war Herr Huber nicht nur für seine rote Gesichtsfarbe, sondern auch für seine Eifersucht bekannt. Wenn nur jemand seine blonde Frau nett grüßte, wurde er schon nervös! Als der schöne Wilhelm nun auch noch „Schnuckiputzi“ durch die Sprechanlage säuselte, weil er natürlich davon ausging, dass nur Annemarie ihn hörte, war das Maß für den Herrn Huber übervoll. Im Eilschritt nahm er die Stufen im Treppenhaus und stürmte aus der Haustür, um den vermeintlichen Nebenbuhler zur Rede zu stellen. Nichts ahnend wollte Wilhelm den Herrn Huber freundlich begrüßen, aber im nächsten Moment packte dieser den völlig verdatterten Wilhelm heftig am Kragen, als ob ihn eine Tarantel gestochen habe! Erschrocken riss Wilhelm sich los und nahm geschwind die Beine in die Hand, um dem rasenden Huber, dessen Gesicht jetzt dunkelrot war, zu entkommen.
In dem ganzen Durcheinander war die Haustür zugefallen. Da Herr Huber keinen Hausschlüssel mitgenommen hatte, klingelte er bei seiner Frau. Den Daumen kurz über dem obersten Klingelschild, hielt er inne und stockte. Was sah er da? Dort stand nicht der Name "Huber" neben der Klingel, sondern "Annemarie Kramer" Jetzt erkannte er, dass jemand die Klingelschilder vertauscht haben musste!

Max und Sebastian hatten die ganze Szene aus sicherer Entfernung betrachtet und konnten sich kaum einkriegen vor Lachen. Auch heute, nur in Erinnerung daran, lachten sie nochmal lauthals über diesen Streich. „Wie machen wir das wieder gut?“, fragte Max und hielt sich japsend den Bauch. Beide überlegten. Da kam Sebastian eine Idee. „Wir stiften die zwei zu einem Versöhnungsbier an. Den schönen Wilhelm habe ich gerade auf dem Weg zu seiner Verlobten gesehen, und der Puter müsste jetzt auch zu Hause sein.“  Gesagt, getan. In der nahe gelegenen Wirtschaft holten sie für ein paar Pfennige zwei Halbe Bier, von denen sie vor jede Haustüre eines bereitstellten. Dann drückten sie auf die Klingeln von Annemarie und den Hubers gleichzeitig, riefen laut „Schnuckiputzi!“ und machten sich aus dem Staub. Wenig später sahen sie, dass beide Männer mit der Halben Bier vereint auf den Stufen vor dem Haus saßen und lachten.

Wieder einmal hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gezaubert.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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