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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 18. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 18. Türchen

Erbsen unterm Bett

Auch heute saßen Max und Sebastian auf der Bank hinter dem Schuppen. Aus Langeweile versuchten sie, kleine Steine in ein Gurkenglas zu werfen. Bei jedem Treffer gab es ein Ping. Es dauerte nicht lange, da fiel ihnen der Streich mit den Erbsen und dem ausgespülten Gurkenglas wieder ein.
Vor ein paar Wochen hatten Max und Sebastian abends Erbsen in ein altes Gurkenglas gefüllt und Wasser auf die Erbsen geschüttet. Dann hatten sie das Glas auf den Deckel einer alten Keksdose aus Blech gestellt und alles zusammen unter dem Bett ihrer Eltern versteckt.
 
In der Nacht wurde es unter dem Bett lebendig: die Erbsen begann zu quellen. Immer wieder hüpfte eine aufgequollene Erbse über den Rand aus dem Glas heraus und auf den Keksdosendeckel. Jedes Mal machte das ein leises „Peng!“, in unregelmäßigen Abständen. „Peng!“, „Peng!“, „Peng, Peng!“ Diese unheimlichen und unerklärlichen Geräusche brachten ihre Eltern um den Nachtschlaf. Immer wenn eine Erbse über den Glasrand fiel, schreckte Hedwig, die Mutter hoch. Nach einigen „Pengs“ wurde es ihr zu bunt und sie beschloss, ihren Mann zu wecken, der seelenruhig vor sich hin schnarchte. Sie rüttelte ihn sachte.
„Hey, was kann das sein, hörst du das auch?“, flüsterte sie. Franz brummte zunächst nur ein wenig, weil er noch ganz verschlafen war, aber nach drei weiteren „Pengs“ horchte auch er auf. Sie konnten sich das Geräusch nicht erklären. Vielleicht waren es Mäuse in der Wand? Hedwig knipste die Nachttischlampe ein, aber im Zimmer schien alles unverändert. Ein Weile blieb es ruhig, und Franz sagte: „Vielleicht haben wir uns getäuscht, lass uns einfach weiterschlafen.“ Kaum hatte Hedwig das Licht wieder ausgeschaltet, ertönte wieder ein „Peng!“ Und gleich nochmal: „Peng!“ Jetzt wurde Franz wütend, stand auf und sah hinter der Türe nach, aber auch dort konnte er nichts finden.
Am nächsten Morgen fand Hedwig beim Aufräumen das Erbsenglas und schimpfte ihre beiden Buben gehörig aus. Weil sie so schlecht geschlafen hatte, war sie besonders ungehalten. Im Grunde aber war sie erleichtert, dass die Ursache für das Geräusch so harmlos war!
„Wie können wir das wiedergutmachen?“, überlegten Max und Sebastian. „Wir kochen eine Erbsensuppe, das ist eines von Vaters Lieblingsessen!“
Gesagt, getan. Ihre Mutter weihten sie in ihre Pläne ein. Sie hatte ihnen, nachdem sie die nächste Nacht wieder besser geschlafen hatte, längst verziehen. Gerne half sie den Buben ein wenig beim Hantieren in der Küche.
Als der Vater am Abend nach Hause kam, stand eine große Schüssel dampfender Erbsensuppe auf dem Tisch. In der Suppe schwammen dicke Speckstücke, die ihr Vater besonders mochte. „Die Suppe haben Max und Sebastian fast ganz alleine gekocht!“, erzählte die Mutter lächelnd. Als Dekoration hatten die Buben ein Gurkenglas auf den Tisch gestellt. Da war ihrem Vater der Hintergrund sofort klar. Er grinste und begann glücklich, seine geliebte Erbsensuppe zu schlürfen. Sie schmeckte ihm so gut, dass er den dritten Teller am Schluss sogar ganz ausschleckte. „Jetzt musst du nicht mal Geschirr spülen.“ sagte er zur Mutter, zufrieden und satt.

Wieder hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gezaubert.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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