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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 21. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 21. Türchen

vertauschtes Ei

Heute war Sonntag. Max und Sebastian waren früh aufgewacht und saßen noch vor dem Frühstück auf der Bank hinter dem Schuppen. Von weitem sahen sie ihre Mutter, die grade aus dem Hühnerstall kam und ein paar Eier mitbrachte. Da fiel beiden im selben Moment der Streich mit dem Ei ein. Auch diesen Streich wollten sie gerne wieder gutmachen.

Vater liebte am Sonntagmorgen ein weiches Ei zum Frühstück. Exakt dreieinhalb Minuten musste das Ei kochen. Er selbst überwachte die Zeit. Just in dem Moment, in dem er das Ei an jenem Sonntag aus dem Topf holte, klingelte es an der Türe. Wer mochte das sein? Max hatte sich davongestohlen, um heimlich an der eigenen Haustüre zu klingeln und so den Vater aus der Küche zu locken. Brummend ging der Vater zur Tür.
Diese Minute nutzte Sebastian, um die Eier schnell zu vertauschen. Statt des gekochten Eis stellte er ein rohes Ei, das er vorher mit seinen Händen angewärmt hatte, in den Eierbecher. Dann verschwand er flink wieder im Kinderzimmer. Der Vater war mittlerweile schimpfend zurück in die Küche gekommen. „Wieder so ein Dumme-Jungen-Streich“, brummte er, da niemand vor der Tür gestanden hatte und er ganz umsonst nach draußen geeilt war.
Doch der Streich seiner Lausbuben-Söhne sollte erst folgen. Voller Vorfreude setzte sich der Vater an den Tisch und nahm das Messer, um das Ei zu köpfen. Mit sauberem Schnitt trennte er den oberen Teil ab. Wie zuckte er zusammen, als er das Ei, das innen noch ganz roh war, auf den Tisch gleiten sah! Wütend sprang er auf. Dabei stieß er den Eierbecher um, und das geköpfte flüssige Ei, Dotter und Eiweiß, floss aus dem Becher und ergoss sich mit einem Teil der Schale auf den Boden. Max und Sebastian grinsten, als sie sich daran erinnerte, dass der Vater sich dann nicht nur über den Streich, sondern auch über sich selbst und seine Ungeschicklichkeit geärgert hatte!

Max hatte für die Wiedergutmachung schnell eine Idee: ein Eierwärmer! Inzwischen konnten die Buben so leidlich stricken. Natürlich schafften sie dabei keine kunstvollen Muster und die Ergebnisse waren etwas schief, oder es war mal eine Masche gefallen, aber im Zweifelsfall konnten sie sich der gutmütigen Hilfe ihrer Großmutter stets sicher sein. Also strickten sie zunächst einen Eierwärmer in Form einer Mütze.
Dann wiederholten sie den Streich: sie warteten, bis der Vater sonntags sein Ei dreieinhalb Minuten kochte, dann stahl sich einer der beiden abermals hinaus und klingelte just in dem Moment an der Tür, in dem der Vater das Ei aus dem Topf nahm. Der Vater zögerte erst, als er es an der Haustüre klingeln hörte, ging dann aber entschlossen öffnen, und kehrte unverrichteter Dinge brummelnd zurück. Wieder war er umsonst zur Haustüre gegangen, und er vermutete natürlich einen Klingelstreich dahinter. Diesmal war seine schlechte Laune allerdings schnell verflogen. Denn als er in die Küche zurückkam, um sich sein Sonntagsfrühstück fertig zu machen, erblickte er auf seinem Ei eine selbstgestrickte kleine Mütze, sie prangte da in Rot und Grün und hielt das Ei warm. Sogar einen Bommel hatte Sebastian zum Abschluss an die Mütze genäht! Da wurde dem Vater sofort klar, dass das heutige Klingeln an der Haustüre zum Widergutmachungsstreich gehörte, und er war einmal mehr wirklich stolz auf seine Buben.

Wieder hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gezaubert.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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