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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 24. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 24. Türchen

vertauschte Wasserhähne

Dick eingemummelt saßen Max und Sebastian auf der Bank hinter dem Schuppen. Heute Nacht hatte es nochmal geschneit, es würde also wirklich weiße Weihnacht geben! Beide hatten Pullover an, deren Ärmel bereits viel zu kurz waren. In letzter Zeit waren die beiden Jungen gehörig gewachsen. Max zog an den Ärmeln, da ihn fröstelte. Dabei fiel ihm der Streich mit den vertauschten Wasserhähnen ein. Der hatte sich so zugetragen:
Ihre Mutter, Hedwig, wusch alle Wollsachen und Pullover der Familie immer in einem großen Waschzuber. Die Pullover der Buben standen oft fast vor Dreck. Max und Sebastian achteten nicht auf ihre Sachen, dazu hatten sie „zu viel zu tun“, sie stromerten ja den ganzen Tag in der Gegend herum, spielten Fussball auf dem Feld, Fangen auf der Wiese, Dämmebauen am Bach. Daher musste die Mutter die Pullover meistens zunächst erst mal gründlich in kaltem Wasser einweichen. Eines Tages kamen Max und Sebastian auf die Idee, die Wasseranschlüsse zu vertauschen. Drehte man den Kaltwasserhahn mit dem blauen Punkt auf, so kam heißes Wasser aus dem Wasserhahn, dreht man am Heißwasserhahn mit dem roten Punkt, so lief kaltes Wasser aus dem Hahn.
Nichts ahnend legte Hedwig an diesem Tag die Pullover in den Waschzuber. Sie drehte wie gewohnt an dem Hahn mit dem blauen Punkt: langsam füllte sich der Zuber nicht mit kaltem, sondern mit warmem Wasser. Dann drehte die Mutter den Hahn wieder zu, ohne etwas zu bemerken.
Es kam, wie es kommen musste. In dem heißen Wasser verloren die Pullover – fast hätte man zuschauen können – an Größe. Als die Mutter später die Pullover durchwalken wollte, waren die Pullover so weit geschrumpft, dass sie nur noch Ida, der kleinen Schwester, passen konnten!
 
Angestrengt überlegten die beiden Buben nun, wie sie diesen Streich wiedergutmachen konnten. Da hatte Max die Idee. „Wir stricken der Mutter einen schönen Schal“, rief er. „Den werden wir ihr heute Abend dann gleich zu Weihnachten schenken!“
Schnell liefen sie zur Großmutter. "Na, ob das so schnell geht? Diesen angefangenen Schal hier könnt ihr weiterstricken!" Sie gab ihnen einige dicke Wollknäuel in unterschiedlichsten Farben, die sie nicht mehr brauchen konnte. Stundenlang beschäftigten sich die beiden Buben auf der Bank hinter dem Schuppen mit der Wolle, mit den Nadeln, mit dem Strickzeug. Beinahe hätten sie die Zeit vergessen, so vertieft waren sie! Am Ende waren sie ganz erschöpft, und man sah, dass der Schal an manchen Stellen krumm und unregelmässig war, wo die Buben gestrickt hatten, und ganz akkurat, wo die Großmutter mitgeholfen hatte. Ein bisschen kurz war er zwar, aber er erstrahlte dafür in bunten Farben wie ein Regenbogen und die Jungen waren ziemlich stolz auf ihr Werk.  Für Heiligabend wollten sie den Schal zunächst noch in seidigem Geschenkpapier verpacken, dann aber beschlossen sie, den Waschzuber über den Schal zu stülpen. Darauf legten sie einen Zettel, auf dem in Max´ krakeligen Buchstaben geschrieben stand: für Mama von Max und Sebastian. Sebastian hatte noch ein Herzchen dazu gemalt. Als ihre Mutter den Zuber aufdeckte und das wollene Ungetüm sah, drückte sie den Schal samt dem Zettel gleich freudig an sich.

Einmal mehr hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gebracht, die jetzt mit Heiligabend zu Ende ging.
Über ihre guten Taten aber freuten sich alle noch sehr, sehr lange.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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