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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 3. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 3. Türchen

Bart aus Kohle

Max und Sebastian trafen sich an diesem Tag nicht auf ihrer Bank, sondern spazierten stattdessen durch das Dorf. Unterwegs kam ihnen der Amtsvorsteher, Herr Tschibulski, entgegen. Wie komisch sah er aus, mit seinem penibel aufgezwirbelten Bart! Beide Buben erinnerten sich dabei sofort an den Bart-Streich, den sie ihrem Vater gespielt hatten.
Dazu muss man wissen, dass Sebastians Vater sonntags nach dem Mittagessen immer einen kurzen Mittagsschlaf auf dem Kanapee hielt. Diese halbe Stunde war heilig. Reden, selbst Flüstern war nicht erlaubt. Die Mutter wartete mit dem Abwasch, bis der Vater geruht hatte. Die drei Kinder, Sebastian, Max und die kleine Ida, auch die Mutter sogar, alle bewegten sich nur auf Zehenspitzen durch die Wohnung. Knarrte eine Bodendiele, hörten sie ein  ungehaltenes Räuspern aus dem Wohnzimmer. Erschrocken hielten sie dann inne. Erst wenn ein lautes Schnarchen zu hören war, wussten sie, dass der Vater nun tief und fest schlafen würde und nichts ihn aufwecken konnte. "Selbst wenn der Kohleofen explodieren würde, er schläft seelenruhig" pflegte die Mutter zu sagen.
Apropos Kohlen, dachten sich Max und Sebastian eines Tages, malen wir Vater doch, während er schläft, mit Kohle einen Bart ins Gesicht! Wenig später also setzten die beiden Lausbuben diesen Gedanken in die Tat um. Kunstvoll malten sie ihrem Vater mit einem Kohlestück ganz vorsichtig einen mächtigen Bart ins Gesicht. Noch lange waren sie richtig stolz darauf, dass sie es schafften, ganz leise dabei zu sein!
Wenig später erwachte ihr Vater. Er gähnte noch einmal,  reckte und streckte sich, sah auf die Uhr und brach dann zum sonntäglichen Stammtisch auf - ohne noch einmal einen Blick in den Spiegel zu werfen, wozu auch.
Als er das Wirtshaus betrat, lachten die Gäste laut los, und nicht nur die an seinem Stammtisch! Verdutzt blickte er um sich. Der Vater bemerkte zunächst nicht, dass er selbst der Grund für die Heiterkeit war. Er brummte, setzte sich  an seinen Platz und wollte so schnell wie möglich beim Fräulein seine Bestellung loswerden. Immer noch prustend, empfahl ihm allerdings sein Tischnachbar, doch erst einmal in den Spiegel hinter der Theke zu blicken! Verständnislos ging er zum Spiegel - da sah er den dicken, aufgemalten Schnauzbart. Und im Hintergrund erblickte er seine beiden Buben, die ihm nachgeschlichen waren und ebenfalls lachten.

In Erinnerung an diesen Moment mussten Sebastian und Max abermals kichern, schließlich hatte ihr Streich ein ganzes Wirtshaus zum Lachen gebracht. Dann überlegten sie, wie sie diesen Streich wiedergutmachen könnten.
„Wir schreiben ein Gedicht über einen Räuberhauptmann mit einem langen Schnurrbart und das tragen wir dann beim Stammtisch vor“, schlug Max vor.
Gesagt, getan: sie trabten nach Hause und saßen lange gebeugt über einem Stapel Papier. Ein Gedicht schreiben war gar nicht so leicht! Ein ums andere Mal verwarfen sie ihre Ideen. Es war schon dunkel, als sie ihr Werk vollendet hatten. Schnell schlüpften sie in Ihre Winterjacken und Stiefel und liefen zum Wirtshaus. Noch außer Atem trugen sie ihr Gedicht vor. Es hatte sieben Strophen! Die ganze Stammtischrunde war begeistert, lachte über die mitunter ungelenken Reime und applaudierte. Und ihr Vater strahlte über das ganze Gesicht, er war richtig stolz auf sie!

Wieder einmal hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gebracht.
 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)
Die SingLiesel-Adventsgeschichten auf YouTube - Türchen 3

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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