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SingLiesel-Advents-Geschichten - Das 6. Türchen

Max und Sebastian - Eine nostalgische Lausbuben-Geschichte in 24 Streichen
SingLiesel-Adventsgeschichten - Das 6. Türchen

Pupskissen

Zum Mittagessen hatte es Bohnen gegeben, und in Max und Sebastian rumorte es gehörig, als sie sich auf der Bank hinter dem Schuppen trafen. Da war es keine Überraschung, dass den beiden der Streich mit dem Pupskissen einfiel.
Es war auf einer Familienfeier im Spätsommer gewesen. Unter das Stuhlkissen von Opa Heinrich hatten die beiden Buben ein Pupskissen gelegt. Als ihr Großvater sich setzte, entfuhr dem Kissen ein lauter Pups. Besonders lustig daran war: Opa Heinrich merkte gar nichts! Er hatte nie besonders gut gehört, und inzwischen war er fast taub. Alle anderen dagegen lachten schallend. Doch keiner traute sich, etwas zu sagen. Weil unterdrücktes Lachen besonders ansteckend wirkt, kann man sich leicht vorstellen, wie die ganze Kaffeetafel immer wieder von neuem loskicherte. Kaum hatten sich die Cousinen von Max und Sebastian mal etwas beruhigt, kicherte ihre Tante mit den Buben los. Und jedes Mal, wenn Opa Heinrich sich auf seinem Stuhl bewegte, gab das Kissen Töne von sich. Max und Sebastian hatten vor Lachen fast Tränen in den Augen, als sie sich daran erinnerten. Erst als die ganze Familie zum Verdauungsspaziergang aufbrach, hatten sie das Kissen heimlich entfernt.

Auch wenn niemand zu Schaden gekommen war und sich alle prächtig dabei amüsiert hatten, wollten die beiden Buben ihrem Opa Heinrich, den sie sehr gern hatten, eine echte Freude bereiten. „Morgen kommen alle zum Adventskaffee“, rief Max. „Das ist eine gute Gelegenheit. Aber was könnten wir nur für ihn machen?“ Sie dachten nach. Sebastian hatte sehr bald eine gute Idee. „Wenn Opa Heinrich sich diesmal auf seinen Stuhl setzt, spielen wir seinen Lieblingsmarsch!“ „Ja!“, stimmte Max sofort begeistert zu und sang „umtatata, umtatata“… Dass der Opa Blasmusik liebte und früher im Musikverein sogar selber ein bisschen Trompete gespielt hatte, das wussten die Jungen ganz genau. Seine mittlerweile etwas verbeulte Trompete bewahrte er immer noch bei sich zu Hause auf dem Schrank in einem alten Trompetenkasten auf, der mit leichtend blauem Samt ausgeschlagen war.
 
Natürlich konnten die beiden Jungen schlecht eine ganze Kapelle unter dem Sitzkissen verstecken. Stattdessen suchten sie unter den Schallplatten eine heraus, die zu den Lieblingsschallplatten von Opa Heinrich gehörte. Oft hatten sie ihn dazu sogar im Sessel dirigieren gesehen!
Nun hockten sie beim Plattenspieler im Wohnzimmer, bis sich die ganze Familie in der Essküche versammelte. Die Nadel dicht über die Schallplatte haltend, warteten sie zappelig auf ihren Großvater. Erst einmal spazierten ihre Cousinen, Klara und Veronika, in die Küche, und dann die anderen Erwachsenen. Alles freute sich über die schön gedeckte Kaffeetafel mit adventlichen Tannenzweigen und Kerzen auf dem Tisch. Und wie die frisch gebackenen Lebkuchen dufteten! Als auch Opa Heinrich endlich die Küche betrat, stupste Sebastian seinen Bruder an, und Max ließ die Nadel des Schallplattenspielers sich sanft auf die Platte senken; es kratzte ein wenig in die gespannte Stille, und einen Moment später schallte der Krönungsmarsch durch das Haus. Natürlich hatten die beiden Buben auf volle Lautstärke gedreht! Opa Heinrich freute sich und klatschte in die Hände.

Wieder einmal hatten Max und Sebastian ein Leuchten in die Adventszeit gebracht.

 

Die SingLiesel-Adventsgeschichten als Vorlese-Stunde im Video:
https://www.facebook.com/singliesel/
(vorgelesen von Annette Röser und Bernd Gnann)
Die SingLiesel-Adventsgeschichten auf YouTube - Türchen 6

 

Nach: Max und Sebastian, Der Brühwürfel im Duschkopf und weitere lustige Streiche, SingLiesel-Verlag 

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