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Der Krankheitsverlauf bei Demenz

 Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?
- Demenzformen
- Verlauf
- Häufige Fragen
- Erste Anzeichen
- Soll ich zum Arzt gehen?

Kapitel 2: Leben mit Demenz
Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
Kapitel 4: Finanzielles
Kapitel 5: Rechtliches

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Demenzerkrankungen wie die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz können bislang nicht geheilt werden. Während der Verlauf bei der Alzheimer-Demenz eher schleichend ist, verläuft er bei der vaskulären Demenz mehr in Schüben und unterliegt größeren Schwankungen. Für beide Demenzformen gilt: Die Veränderungen und der gesamte Verlauf sind bei jedem Patienten ein bisschen anders. Beim einen Menschen schreitet die Demenz schneller voran, beim anderen langsamer. Und längst nicht alle Betroffenen erreichen das letzte Erkrankungsstadium. Trotzdem hat es sich bewährt, den Verlauf in drei Stadien einzuteilen:

Frühes Stadium

Der Veränderungen beginnen häufig mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Der betroffene Mensch kann sich beispielsweise schon nach kurzer Zeit nicht mehr an Gespräche, Handlungen oder eigene Überlegungen erinnern. Fragen wiederholen sich, Vereinbarungen werden vergessen. Erinnerungen an länger zurückliegende Ereignisse sind dagegen noch gut erhalten.

Zugleich bestehen häufig Schwierigkeiten, eigene Überlegungen und Wahrnehmungen in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen: Manche Bemerkung des Betroffenen kommt dem Anderen seltsam vor, nicht zur Situation passend oder schlicht unverständlich.

Anspruchsvolle Tätigkeiten werden schwieriger. Was von außen betrachtet wie Schusseligkeit oder Nachlässigkeit aussehen mag, ist in Wahrheit die Unfähigkeit betroffener Menschen. Sich die unzähligen Einzelschritte ins Gedächtnis zu rufen, aus denen komplexe Arbeiten wie beispielsweise das Zubereiten einer Mahlzeit bestehen.

Es zeigen sich erste Probleme mit der Sprache: Betroffene haben zunehmend Schwierigkeiten, die richtigen Wörter zu finden, die Sprache wird einfacher. Und es fällt zunehmend schwerer, einem Gespräch zu folgen, besonders, wenn mehrere Menschen daran beteiligt sind und es im Gespräch hin und her geht. 

Manche Betroffene nehmen diese Anzeichen sehr bewusst bei sich wahr und leiden darunter. Gerade im beginnenden Stadium der Demenz reagieren viele Menschen mit depressiven Zuständen auf ihre zunehmenden Schwierigkeiten, oder reagieren schnell ungehalten und ärgerlich, wenn ihnen ein Fehler passiert. Wieder andere Betroffene scheinen ihre Einbußen gar nicht zu bemerken. In diesem Fall sind es meist die Angehörigen, die sich als erstes Sorgen machen und sich fragen, was nun zu tun ist.

Mittleres Stadium

Die Gedächtnisprobleme nehmen zu. Betroffene finden sich auch in vertrauter Umgebung immer weniger zurecht. Die Beeinträchtigungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens machen es erforderlich, dass der Betroffene mehr und mehr Hilfe braucht.  Auch die Veränderungen der Sprache schreiten weiter voran.

Die Beeinträchtigungen führen dazu, dass Menschen mit Demenz zunehmend die Kontrolle über ihr Leben verlieren. Dies geht häufig einher mit einer Kontrolle über ihre Gefühle. Diese werden dann unter Umständen viel unmittelbarer zum Ausdruck gebracht, als man dies von der Person früher kannte: plötzliches Weinen, oder ein Wutausbruch. In dieser Phase der Demenz können Verhaltensweisen wie Unruhe, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus oder aggressives Verhalten auftreten (siehe Kapitel 3.3.3 „Umgang mit herausforderndem Verhalten“).

Körperliche Funktionen sind meist noch nicht eingeschränkt, es kann aber zu Harn- und Stuhlinkontinenz kommen, weil Betroffene zu spät merken, dass sie zur Toilette müssen, oder den Weg dorthin nicht mehr finden.

Lange geübte Fähigkeiten können aber dennoch erhalten sein. Auch verlieren Menschen mit Demenz nicht die Fähigkeit, mit anderen in empathischem Kontakt zu sein.

Spätes Stadium

In dieser Phase sind betroffene Menschen in nahezu allen Aktivitäten des Alltags auf Hilfe angewiesen. Erinnerungen sind nur noch lückenhaft vorhanden. Selbst nahestehende Personen werden nicht immer erkannt. Die Sprache kann ganz verloren gegangen oder auf wenige Worte reduziert sein.

Auch die körperlichen Funktionen können jetzt beeinträchtigt sein: Gangstörungen treten auf, es kommt zu Stürzen, der Betroffene benötigt einen Rollstuhl oder liegt mehr und mehr im Bett. Im letzten Stadium können Schluckstörungen und Krampfanfälle hinzukommen.

Trotzdem bleibt die Gefühlsebene bei Menschen mit Demenz intakt. Selbst in dieser Phase können Menschen mit Demenz über nicht-sprachliche Kommunikation (Blickkontakt, Gesten, Berührung) und die Gefühlsebene  erreicht werden. Eine Angehörige hat es einmal so ausgedrückt: Das Herz wird nicht dement! (Quelle: Die ZEIT, 10. November 2011).

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 Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?
- Demenzformen
- Verlauf
- Häufige Fragen
- Erste Anzeichen
- Soll ich zum Arzt gehen?

Kapitel 2: Leben mit Demenz
Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
Kapitel 4: Finanzielles
Kapitel 5: Rechtliches

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Demenzerkrankungen wie die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz können bislang nicht geheilt werden. Während der Verlauf bei der Alzheimer-Demenz eher schleichend ist, verläuft er bei der vaskulären Demenz mehr in Schüben und unterliegt größeren Schwankungen. Für beide Demenzformen gilt: Die Veränderungen und der gesamte Verlauf sind bei jedem Patienten ein bisschen anders. Beim einen Menschen schreitet die Demenz schneller voran, beim anderen langsamer. Und längst nicht alle Betroffenen erreichen das letzte Erkrankungsstadium. Trotzdem hat es sich bewährt, den Verlauf in drei Stadien einzuteilen:

Frühes Stadium

Der Veränderungen beginnen häufig mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Der betroffene Mensch kann sich beispielsweise schon nach kurzer Zeit nicht mehr an Gespräche, Handlungen oder eigene Überlegungen erinnern. Fragen wiederholen sich, Vereinbarungen werden vergessen. Erinnerungen an länger zurückliegende Ereignisse sind dagegen noch gut erhalten.

Zugleich bestehen häufig Schwierigkeiten, eigene Überlegungen und Wahrnehmungen in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen: Manche Bemerkung des Betroffenen kommt dem Anderen seltsam vor, nicht zur Situation passend oder schlicht unverständlich.

Anspruchsvolle Tätigkeiten werden schwieriger. Was von außen betrachtet wie Schusseligkeit oder Nachlässigkeit aussehen mag, ist in Wahrheit die Unfähigkeit betroffener Menschen. Sich die unzähligen Einzelschritte ins Gedächtnis zu rufen, aus denen komplexe Arbeiten wie beispielsweise das Zubereiten einer Mahlzeit bestehen.

Es zeigen sich erste Probleme mit der Sprache: Betroffene haben zunehmend Schwierigkeiten, die richtigen Wörter zu finden, die Sprache wird einfacher. Und es fällt zunehmend schwerer, einem Gespräch zu folgen, besonders, wenn mehrere Menschen daran beteiligt sind und es im Gespräch hin und her geht. 

Manche Betroffene nehmen diese Anzeichen sehr bewusst bei sich wahr und leiden darunter. Gerade im beginnenden Stadium der Demenz reagieren viele Menschen mit depressiven Zuständen auf ihre zunehmenden Schwierigkeiten, oder reagieren schnell ungehalten und ärgerlich, wenn ihnen ein Fehler passiert. Wieder andere Betroffene scheinen ihre Einbußen gar nicht zu bemerken. In diesem Fall sind es meist die Angehörigen, die sich als erstes Sorgen machen und sich fragen, was nun zu tun ist.

Mittleres Stadium

Die Gedächtnisprobleme nehmen zu. Betroffene finden sich auch in vertrauter Umgebung immer weniger zurecht. Die Beeinträchtigungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens machen es erforderlich, dass der Betroffene mehr und mehr Hilfe braucht.  Auch die Veränderungen der Sprache schreiten weiter voran.

Die Beeinträchtigungen führen dazu, dass Menschen mit Demenz zunehmend die Kontrolle über ihr Leben verlieren. Dies geht häufig einher mit einer Kontrolle über ihre Gefühle. Diese werden dann unter Umständen viel unmittelbarer zum Ausdruck gebracht, als man dies von der Person früher kannte: plötzliches Weinen, oder ein Wutausbruch. In dieser Phase der Demenz können Verhaltensweisen wie Unruhe, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus oder aggressives Verhalten auftreten (siehe Kapitel 3.3.3 „Umgang mit herausforderndem Verhalten“).

Körperliche Funktionen sind meist noch nicht eingeschränkt, es kann aber zu Harn- und Stuhlinkontinenz kommen, weil Betroffene zu spät merken, dass sie zur Toilette müssen, oder den Weg dorthin nicht mehr finden.

Lange geübte Fähigkeiten können aber dennoch erhalten sein. Auch verlieren Menschen mit Demenz nicht die Fähigkeit, mit anderen in empathischem Kontakt zu sein.

Spätes Stadium

In dieser Phase sind betroffene Menschen in nahezu allen Aktivitäten des Alltags auf Hilfe angewiesen. Erinnerungen sind nur noch lückenhaft vorhanden. Selbst nahestehende Personen werden nicht immer erkannt. Die Sprache kann ganz verloren gegangen oder auf wenige Worte reduziert sein.

Auch die körperlichen Funktionen können jetzt beeinträchtigt sein: Gangstörungen treten auf, es kommt zu Stürzen, der Betroffene benötigt einen Rollstuhl oder liegt mehr und mehr im Bett. Im letzten Stadium können Schluckstörungen und Krampfanfälle hinzukommen.

Trotzdem bleibt die Gefühlsebene bei Menschen mit Demenz intakt. Selbst in dieser Phase können Menschen mit Demenz über nicht-sprachliche Kommunikation (Blickkontakt, Gesten, Berührung) und die Gefühlsebene  erreicht werden. Eine Angehörige hat es einmal so ausgedrückt: Das Herz wird nicht dement! (Quelle: Die ZEIT, 10. November 2011).

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