Lernen Sie Max und Sebastian kennen
Max und Sebastian waren zwei richtige Lausbuben. Von morgens bis abends heckten sie Streiche aus. Der eine blond, der andere dunkelhaarig, wirkten beide so, als ob sie kein Wässerchen trüben könnten. Oft genug erlebte ihre Mutter, dass die Leute sagten: Was für adrette, hübsche Jungen! Tatsächlich hatten sie es von klein auf faustdick hinter den Ohren. Noch ehe sie laufen konnten, saß ihnen der Schalk im Nacken.
Ihre Mutter Hedwig konnte ein Lied davon singen. Früher, wenn Hedwig einen Buben wickelte, pieselte er oft just in dem Moment, in dem sie die Windel öffnete, in hohem Bogen und juchzte und feixte dabei. Als Max gerade laufen gelernt hatte, hatte er kurz vor Heiligabend die Geschenke im Besenschrank entdeckt und sämtliche Päckchen ausgepackt.
Sein jüngerer Bruder Sebastian begann noch früher seine Lausbuben-Karriere. Noch fast ein Säugling, hatte er mit seinen kleinen Händen kurz vor der Bescherung ein Päckchen mit einer wunderschönen Seidenkrawatte geöffnet und sie voller Begeisterung in den Mund gesteckt. So gine es tagein, tagaus. Kaum ein Tag verging, an dem die beiden keinen Unsinn ausheckten.
Doch in diesem Jahr hatten sich die beiden Buben etwas Besonderes vorgenommen. All die Streiche, die sie in den letzten Jahren gespielt hatten, wollten sie wiedergutmachen.
Dies sind die wahren Geschichten von Max und Sebastian, die fortan jeden Tag ein Leuchten in ihre Straße bringen.