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10 Ratschläge für Angehörige

Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?

Kapitel 2: Leben mit Demenz
- Demenz, Alzheimer - Was kann ich tun?
- Für Angehörige: Menschen mit Demenz besser verstehen
- Empfehlungen für den Umgang mit Menschen mit Demenz
- Empfehlungen zum Alltag mit Demenz
- Dem Leben immer wieder eine Chance geben
- Leben mit Demenz: 10 Ratschläge für Angehörige

Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
Kapitel 4: Finanzielles
Kapitel 5: Rechtliches

Diese 10 Ratschläge helfen Ihnen, mit der Demenzerkrankung Ihres Angehörigen gut umzugehen und auf Dauer für sich und Ihren Angehörigen eine gute Lebenssituation zu schaffen.

1.    Informieren Sie sich über die Demenzerkrankung.
Es gibt viele Anlaufstellen, bei denen Sie Rat und Hilfe finden: zum Beispiel die Beratungsstellen in Ihrer Nähe oder die Hotline der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft erhalten Sie darüber hinaus viele weitere Infomaterialien. Fragen Sie auch nach den Angehörigenkursen der Deutschen Alzheimergesellschaft zum Umgang mit Menschen mit Demenz.

2.    Stellen Sie sich darauf ein, dass sich alte Rollen verändern werden.
Ein Mensch, der sein Leben selbstständig gelebt hat, wird durch die Demenz hilfsbedürftig. Das ist für beide ungewohnt, den Menschen mit Demenz, wie auch für Sie. Da heißt es oft: Geduld haben und immer wieder neu versuchen. Und Vertrauen haben, dass Sie, wie auch Ihr Angehöriger, in die neue Situation hineinwachsen werden.  Manchmal kann sich dabei sogar eine größere Nähe entwickeln.

3.    Teilen Sie Verantwortung.
Wenn Sie  bereit sind, Verantwortung für Ihren Angehörigen mit Demenz zu übernehmen, vielleicht sogar, ihn selbst zu pflegen, dann gebührt Ihnen Respekt! Die Leistungen pflegender Angehöriger werden in unserer Gesellschaft viel zu wenig gewürdigt, und viel zu selten erhalten Angehörige eine wertschätzende Rückmeldung. Aber seien Sie auch bereit, Verantwortung zu teilen. Wenn Sie den Eindruck haben, nur Sie allein wissen, was für Ihren Angehörigen gut ist, dann sollten Sie dringend etwas unternehmen, um das zu ändern.

4.    Geben Sie sich selbst und Ihrem Angehörigen keine unrealistischen Zusagen.
Problematisch sind Versprechen wie: „Ich werde dich nie ins Heim geben!“ – „Solange ich da bin, muss dich niemand anderes pflegen“. Denn Sie wissen nicht, wie sich die Demenz entwickeln wird. Es kann sich herausstellen, dass es Ihre Beziehung enorm entlastet, wenn eine fremde Person die Körperpflege übernimmt. Oder es kann eine Situation eintreten, in der Ihr Angehöriger im Pflegeheim besser versorgt ist als zu Hause. Hilfreicher sind Zusagen, die solche Möglichkeiten in Betracht ziehen: „Was ich jetzt tue, tue ich weiter, solange ich es leisten kann oder es deine Situation ermöglicht. Aber auch, wenn es so nicht mehr weitergehen kann, wenn Du vielleicht in ein Heim umziehen musst, will ich dich nicht alleine lassen.“

5.    Schauen Sie genau: Was behindert Ihren Alltag?
Was sind die Situationen, in denen Sie an Ihre Grenzen kommen? Es gibt heutzutage viele Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten. Es hilft den Beratern und Anlaufstellen, wenn Sie möglichst konkret schildern können, welche Probleme im Alltag auftreten.

6.    Holen Sie Hilfen frühzeitig!
Warten Sie nicht, bis „nichts mehr geht“. Bedenken Sie:  Es kann sowohl für Sie, als auch für Ihren Angehörigen mit Demenz erst einmal gewöhnungsbedürftig sein, dass ein Helfer in die eigene Wohnung kommt. Wenn Ihr Angehöriger mit Demenz Hilfen ablehnt, gibt es vielleicht andere Personen in seinem Umkreis, die in diesem Sinne Überzeugungsarbeit leisten können (der Hausarzt ist beispielsweise oftmals so eine „Autoritätsperson“). 

7.    Reden Sie offen mit Bekannten und Freunden!
 Zum Glück ist die Demenz heute kein Tabu-Thema mehr. Es gibt populäre Filme und Bücher darüber, und immer wieder ist Demenz Thema in Talkshows und in der Tagespresse. Trotzdem sind viele Menschen verunsichert, wenn sie das erste Mal mit Betroffenen zu tun haben. Will er/sie mich überhaupt noch sehen? Was tue ich, wenn ich nicht mehr erkannt werde? Sie erleichtern es Ihrem Umfeld, indem Sie offen über die Erkrankung sprechen.
 
8.    Achten Sie auf Ihre Kraftreserven!
Die Pflege und Begleitung eines Menschen mit Demenz ist häufig mit besonderen Belastungen verbunden. Sie haben Anspruch auf Entlastung und Erholung. Diese sollten Sie unbedingt nutzen, auch wenn Ihr Angehöriger mit Demenz zunächst Schwierigkeiten damit haben sollte. Über die bestehenden Möglichkeiten und Finanzierungswege kann Sie der örtliche Pflegestützpunkt oder die Pflegeberatung informieren und Ihnen beim Ausfüllen der Unterlagen helfen.

9.    Verzichten Sie auf Selbstvorwürfe!
Nicht immer gelingt ein optimaler Umgang mit Menschen mit Demenz. Man kommt an Grenzen, Manchmal sagt man sich im Nachhinein: Das hätte ich nicht tun sollen! Statt sich selbst Vorwürfe zu machen, sollten Sie überlegen: Wie ist es dazu gekommen? Was hat mich eventuell überfordert? Welche Gefühle haben mich überrannt? Was könnte mir helfen, dass es beim nächsten Mal besser läuft? Auch hier wieder kann es enorm helfen und entlasten, sich Rat zu holen, sei es bei einer Beratungsstelle oder bei einer der im Kapitel 4 aufgelisteten Telefonberatungen.

10.    Sprechen Sie über die Dinge, die Sie belasten!

Selbst mit einem optimalen Pflege- und Unterstützungsarrangement gibt es bei der Begleitung eines Menschen mit Demenz Situationen, die schwer auszuhalten sind. Die mir nahe gehen. Die mich aus der Fassung bringen. Was immer dies für Situationen sind: Sie brauchen die Möglichkeit, in einer vertrauensvollen Atmosphäre, mit einem Menschen oder einer Gruppe, in der Sie sich verstanden fühlen, darüber zu reden. Sehr hilfreich ist hier auch der Austausch mit anderen Angehörigen. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Umgebung.

Weiter zu Kapitel 3 "Hilfe und Unterstützung"

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