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Häufige Fragen

 Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?
- Demenzformen
- Verlauf
- Häufige Fragen
- Erste Anzeichen
- Soll ich zum Arzt gehen?

Kapitel 2: Leben mit Demenz
Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
Kapitel 4: Finanzielles
Kapitel 5: Rechtliches

Sind Demenzerkrankungen vererbbar?

Die allermeisten Krankheitsfälle sind nicht vererbt. Wenn also ein Elternteil oder auch beide Eltern im höheren Alter an einer Alzheimerdemenz erkranken, heißt das nicht, dass man an einer vererbbaren Form dieser Erkrankung leidet.

Es gibt eine Unterform der Alzheimerdemenz, die sehr selten auftritt und bei der dies anders ist. Bei dieser familiären Alzheimerkrankheit setzen die Symptome aber schon relativ früh ein (35. bis 60. Lebensjahr), und die Erkrankung verläuft sehr rasch. 

Darüber hinaus ist ein genetischer Risikofaktor der Alzheimerdemenz bekannt, eine Variante eines Gens, das an der Regulierung des Cholesterinspiegels beteiligt ist. Diese Genvariante (ApoE4) ist bei Alzheimerpatienten dreimal häufiger vorhanden als bei der Normalbevölkerung. Trotzdem kann man daraus nicht die Höhe des Krankheitsrisikos für einen einzelnen Menschen berechnen.

Kann ich mich vor Demenz schützen?

Ein gesunder Lebensstil schützt vor vielen Altersleiden. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Sport und Bewegung, Verzicht auf Tabak und übermäßigen Alkoholgenuss: All dies senkt Ihr Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Und wenn es Ihnen gelingt, den Stress in Ihrem Alltag zu begrenzen, und nach Zeiten der Anspannung auf ausreichend Erholung zu achten, schützt auch dies Ihr Gehirn.

Sie können Ihr Demenzrisiko weiterhin dadurch senken, dass Sie regelmäßig Ihre Blutfettwerte, Ihren Blutzucker und Ihren Blutdruck kontrollieren lassen. Übermäßiges Cholesterin, Diabetes und Bluthochdruck fügen langfristig auch Ihrem Gehirn Schaden zu.

Die bisher aufgezählten Verhaltensweisen sind nachweislich hilfreich, um vor einer vaskulären Demenz zu schützen. Bei der Alzheimerdemenz ist die Situation nicht so eindeutig, da man bis heute nicht ihre genaue Ursache kennt. Allerdings hat man in großen epidemiologischen Studien auch für die Alzheimerdemenz Schutzfaktoren gefunden: Körperliche Bewegung, geistige Anregung und ausreichende und positive soziale Kontakte.

Gerade im Alter ist es gut, weiterhin aktiv zu bleiben. Aktiv bleiben, sich körperlich und geistig fordern, unter Menschen kommen, all dies trägt zu guter Lebensqualität bei und kann das Auftreten der Demenzsymptome nach hinten drängen, selbst wenn die Krankheit im Gehirn schon ihr Werk begonnen hat.

Kann man Demenzerkrankungen behandeln?

Der überwiegende Teil der Demenzerkrankungen kann durch Medikamente bisher nicht gestoppt oder geheilt werden. Trotzdem spielen Medikamente in der Demenzbehandlung einer wichtige Rolle: zur Verbesserung geistiger Leistungsfähigkeit, zur Unterstützung der Alltagsbewältigung, zur Milderung von Verhaltensstörungen und in weiteren Anwendungsfeldern. Welche Medikamente im Einzelfall hilfreich sind und ob sie eingesetzt werden können, wird der Arzt nach sorgfältiger Untersuchung und Diagnosestellung festlegen.

Zwei weitere wichtige Säulen der Demenzbehandlung sind:

•    Therapien und Strategien im Alltag, um bestehende Fähigkeiten des Menschen mit Demenz zu erhalten und zu fördern. Gerade in diesen Bereichen hat es in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gegeben. 
•    Die Beratung zu Unterstützungsangeboten für Menschen mit Demenz und ihre Familien: Je besser der Alltag zu bewältigen ist, desto mehr ist auch angesichts einer Demenz Lebensqualität für alle Beteiligten möglich. 

Dass man Demenzerkrankungen nicht heilen kann, heißt nicht, dass „nichts zu machen“ wäre. Leider hat sich diese Erkenntnis noch nicht in allen Bereichen von Gesellschaft und Medizin durchgesetzt. Lassen Sie sich nicht entmutigen und holen Sie im Zweifel ein weiteres Fachurteil ein. Wichtige Informationen erhalten Sie auch bei der Deutschen Alzheimergesellschaft.

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