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Hilfe bei Pflege und Betreuung

Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?
Kapitel 2: Leben mit Demenz

Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
- Beratungsangebote
- Diagnose und Therapie
- Hilfe bei Pflege und Betreuung
- Technische Hilfen
- Freizeitangebote
- Stationäre Pflege
- Wohngemeinschaften
- Im Krankenhaus
- Rehabilitation
- Angehörigengruppen
- Beratung im Internet

Kapitel 4: Finanzielles
Kapitel 5: Rechtliches

Es gibt zahlreiche Hilfsangebote bei Pflege und Bdetreuung, von der stundenweisen Betreuung im Alltag bis hin zur Nachtpflege. In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über die die verschiedenen Angebote.

Stundenweise Betreuung im Alltag
Im Verlauf einer Demenz wird es immer schwieriger, den Tag über alleine zurechtzukommen. Doch Angehörige können auch nicht immer vor Ort sein. Deshalb wurden die sogenannten „niedrigschwelligen Betreuungsangebote“ eingerichtet. Hier werden Personen mit Demenz durch speziell geschulte ehrenamtliche Helfer stundenweise betreut.

Je nach Angebot findet die Betreuung daheim oder in einer Betreuungsgruppe statt. Die Ehrenamtlichen erhalten in der Regel eine Aufwandsentschädigung, deshalb kann die Betreuung nicht kostenfrei angeboten werden. Aber sie kann über Leistungen der Pflegeversicherung abgerechnet werden.

Hauswirtschaftliche Hilfen
Einkaufen gehen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen - all dies sind komplexe Tätigkeiten, deren Bewältigung im Zuge der Demenz immer weniger gelingt. Besonders bei alleinlebenden Menschen mit Demenz sind es oft diese Haushaltstätigkeiten, bei denen als erstes ein Hilfsbedarf auftritt.

Sogenannte haushaltsnahe Dienste bieten hier Unterstützung an. Die Mitarbeiter benötigen dabei viel Fingerspitzengefühl: es ist für Betroffene in der ersten Zeit häufig eine höchst ungewohnte Situation, dass eine fremde Person in den eigenen vier Wänden wirtschaftet. Klären Sie deshalb mit den entsprechenden Anbietern, inwieweit diese über Konzepte und Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Demenz verfügen.

Die nähere Beschreibung der hauswirtschaftlichen Dienste richtet sich nach der lokalen Versorgungsinfrastruktur: Werden die Dienste durch ambulante Pflegedienste angeboten, oder gibt es eigene, spezialisierte Haushaltsdienste? Im zweiten Fall ist dann noch zu klären, welches Portfolio die Anbieter haben. Bei manchen sind es ausschließlich Haushaltstätigkeiten, bei anderen kommen Betreuungsleistungen hinzu.

Ambulante Pflege
Ambulante Pflegedienste unterstützen den Betroffenen sowohl bei der Körperpflege als auch bei medizinisch-pflegerischen Handlungen wie beispielsweise Medikamenteneinnahme und Wundversorgung. Häufig gibt es in der näheren Umgebung mehrere Pflegedienste.

Um den für Sie passenden Dienst zu finden, machen Sie am besten einen Termin aus. Im Gespräch können Sie klären, inwieweit der Pflegedienst auf Ihre Situation und Bedürfnisse eingehen kann und welche Hilfsmittel die Mitarbeiter für ihre Tätigkeit brauchen. Fragen Sie auch danach, inwieweit die Mitarbeiter im Umgang mit Menschen mit Demenz geschult sind.

Tages- und Nachtpflege
Die Tagespflege ist ein Angebot für Menschen, die daheim wohnen, aber tagsüber eine Betreuung benötigen. Je nach Bedarf und finanziellen Möglichkeiten kann die Tagespflege halb- oder ganztags, an einzelnen Tagen oder an allen fünf Werktagen in Anspruch genommen werden. Neben der Alltagsgestaltung und Mahlzeitenversorgung übernehmen die Mitarbeiter der Tagespflege auch pflegerische Aufgaben. Zusätzlich gibt es in der Regel einen Fahrdienst, der den Betroffenen morgens abholt und ihn abends wieder zurückbringt.

Die Tagespflege ist allerdings häufig kein spezialisiertes Angebot für Menschen mit Demenz. Fragen Sie deshalb vorher an, ob Menschen mit Demenz dort betreut werden können.

Bei der Nachtpflege werden pflegebedürftige Menschen von den Abendstunden an bis zum nächsten Morgen in einer Einrichtung betreut, verbringen den Tag aber daheim. Dieses Angebot ist besonders dann empfehlenswert, wenn der Mensch mit Demenz nachts sehr unruhig ist und Angehörige deshalb kaum Schlaf finden.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege
Wenn die Pflege und Betreuung daheim vorübergehend nicht möglich ist (beispielsweise weil eine Pflegeperson krank oder in Urlaub ist), können Sie die sogenannte Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Alle pflegebedürftigen Menschen, auch Personen mit Pflegestufe 0, haben Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, die den Großteil der Kosten einer bis zu 4-wöchigen Kurzzeitpflege abdecken.

Viele Senioren- und Pflegeheime bieten Kurzzeitpflege an. Wenn Sie die Kurzzeitpflege langfristig planen, sollten Sie entsprechende Pflegeheime vorher in Augenschein nehmen, um eine Einrichtung zu finden, in der sich der Mensch mit Demenz wohl fühlt (vgl. Kapitel „Pflegeheime“).

Zusätzlich gibt es einen Anspruch auf Verhinderungspflege, wenn
•    jemand seit mindestens 6 Monaten Leistungen der Pflegeversicherung bezieht
•    die Person, die die Pflege leistet, verhindert ist (beispielsweise durch Urlaub oder Krankheit)

Die Verhinderungspflege ist sehr flexibel nutzbar: Sie kann, nach Absprache mit der Pflegekasse, auf mehreren Zeitabschnitte im Jahr verteilt werden. Sie kann in einer stationären Einrichtung erfolgen, aber ebenso auch daheim oder in einer anderen Wohnung. Und: Die Ersatzpflege kann sowohl von professionellen Mitarbeitern übernommen werden als auch von Personen aus dem Umfeld des betroffenen Menschen, also von Freunden, Nachbarn oder Angehörigen.

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