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Risiko und Haftung

Kapitel 1: Demenz - was bedeutet das eigentlich?
Kapitel 2: Leben mit Demenz
Kapitel 3: Hilfe und Unterstützung
Kapitel 4: Finanzielles

Kapitel 5: Rechtliches
- Gesetzliche Betreuung
- Vorsorgemöglichkeiten
- Risiko und Haftung

Was, wenn etwas passiert? Diese Frage macht insbesondere Angehörigen oft großen Kummer. Es ist meist eine doppelte Sorge: Zum einen, dass der Mensch mit Demenz sich selbst in Gefahr bringt, zum anderen, dass er oder sie aufgrund der demenzbedingt eingeschränkten Urteilsfähigkeit etwas tut, wodurch Dritte zu Schaden kommen.

Was die Haftung für Schäden Dritter anbelangt, gilt grundsätzlich: Angehörige haben gegenüber dem Menschen mit Demenz keine Aufsichtspflicht. Allerdings: Wenn Risiken offensichtlich waren und es wurde nichts unternommen, um sie zumindest zu minimieren, können Haushaltsmitglieder im Einzelfall schon dafür haftbar gemacht werden. Wenn Ihnen also Gefahrenquellen auffallen, sollten Sie gemeinsam überlegen, was hier zu tun ist. Wenn Sie sich unsicher sind oder keine Lösung finden, wenden Sie sich an eine der genannten Beratungsstellen oder nutzen Sie das Alzheimertelefon.

Für alle Fälle sollte der Betroffene eine Haftpflichtversicherung haben. Wichtig: Die Haftpflichtversicherung muss über die Demenzerkrankung des Versicherten informiert werden. Dies kann dazu führen, dass sich die Prämie etwas verteuert, da eine Gefahrenerhöhung vorliegt. Doch wenn der Versicherer nicht informiert wird, kann er im Schadensfall vom Versicherungsnehmer Regress fordern und die Versicherung kündigen. 

Eine häufige Sorge, sowohl von Angehörigen wie von professionell Pflegenden, ist die, dass der Mensch mit Demenz „verloren gehen“ könnte, wenn er das Haus verlässt und aufgrund der Orientierungsstörungen nicht mehr zurück findet. Dies sollte aber nicht dazu führen, dass die Person mit Gewalt daheim zurück gehalten oder eingeschlossen wird. Wenn Ihr Angehöriger nicht nach Hause findet oder das Haus verlassen hat, obwohl Sie wissen, dass er in seiner Orientierung stark eingeschränkt ist, sollten Sie nicht zögern, die Polizei zu benachrichtigen. Kosten für eine Personensuche entstehen in der Regel nicht.

Für dieses wie auch für andere Sicherheitsprobleme (beispielsweise das auf dem Bügelbrett vergessene Bügeleisen) gibt es mehr und mehr auch technische Lösungsmöglichkeiten.

Redaktion Demenz-Ratgeber: SingLiesel Verlag, Alzheimer Gesellschaft München Land e.V., Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. u.a.

 

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Diese und viele weitere Informationen rund um Demenz finden Sie in einfacher und verständlicher Form auch in dem Buch: Demenz - was nun? Ein einfacher und verständlicher Ratgeber für Betroffene und Angehörige, der Mut  macht.

 

Unser Buch-Tipp für Angehörige: Mein Vater und die Gummi-Ente. Demenz - Angehörige erzählen. 978-3-944360-82-9_cover5899a309d0bf9
Geschichten und Erzählungen von Angehörigen.
Entstanden aus einer Vielzahl an Gesprächen und Interviews gibt das Buch tiefe, intime und manchmal amüsante Einblicke in das Leben mit Demenz.
Beiträge und Interviews mit: Henning Scherf, Purple Schulz, Tilman Jens, David Sieveking

 

 

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